…Autodidakt

Der Grund dafür, dass ich so vielseitig bin, liegt einerseits an unserer Gesellschaft und Wirtschaft, andererseits daran, dass ich mich immer auf mehreren Fachgebieten zu Hause fühle. Irgendwann schrieb oder sagte jemand sinngemäß, wer sich für alles interessiere, der brächte es zu nichts. Womöglich war es ein männlicher Zeitgenosse aus dem letzten Jahrhundert, in dem die Industrialisierung Menschen zu Zahnrädern machte. Ein Mensch ist aber kein Zahnrad. Auch derjenige nicht, der am Fließband arbeitet. Was mich anbelangt, habe ich einen starken Drang danach herauszufinden, was ich alles nicht wissen kann bzw. nicht weiß. Und um das herauszufinden, muss ich viel lernen. Das tue ich mit einer präzisen Didaktik völlig Doktorvater unabhängig. Ich bekomme auch kein Geld dafür, dass ich es tue, aber etwas wesentlich Wertvolleres. Bereits jetzt habe ich durch kleine Lernerfolge so viele Dinge begriffen, dass ich die modernen Wissenschaften als mangelhaft erachte. Sie entstanden leider in einem sehr beschränkten Weltbild, nämlich das der Kausalität und trotz quantenphysikalischer Erkenntnisse und Chaostheorie scheint alles kausal geblieben zu sein. Die meisten Menschen denken kausal. Wenn X, dann Y. Leider ist die Welt nicht so einfach. Mir kam die Kausalität schon in Schule und Universität merkwürdig vor. Ich hatte das Gefühl, dass Verwaltung und Macht größere Rollen spielten als der Vorzug, etwas Hehres zu lernen. Nun denn, ich hatte mich geirrt und ich bin froh darüber, verstanden zu haben, dass keine Universität, keine Dokumente und Urkunden dazu nötig sind, sich ein Wissen anzueignen. Man braucht keine Erlaubnis, wenn man etwas lernen möchte. Was man hingegen braucht, ist Arbeit. Und für diverse Tätigkeiten muss man ebenfalls gewisse Dinge erlernen. Von daher ist es ein riesiger Vorteil Autodidakt zu sein, um sich stets seiner gesellschaftlichen Position zu vergewissern, sie abzusichern.