Was Linke & Rechte niemals verstehen werden

Was Links & Rechts niemals verstehen werden Youssef Zemhoute BeraterDie Linken und die Rechten sind derzeit besonders in Europa auf dem Kriegspfad gegeneinander. Das Problem ist, dass das in Wirklichkeit niemanden interessiert. Ich rede nicht von der Hufeisentheorie, nach der alle Parlamente – auch unseres im Bundestag – aufgestellt sind, sondern von der Essenz der heutigen Linken und Rechten. Ich möchte hier kurz zusammenfassen, was de facto Linke und Rechte ausmacht.

Die Rechten kennen wir ja sehr gut, denn sie erhalten sehr viel Aufmerksamkeit dank der massenmedialen Konglomerate und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Sie sind diejenigen, die „Ausländer raus!“ rufen und „Merkel muss weg!“ schreien. Sie stellen sich gegen jegliche Migration und wünschen sich ein Deutsches Reich, in dem Milch, Honig und blaues Blut fließen. Ich brauche nicht hinzuzufügen, dass sie das niemals bekommen werden, denn in Wirklichkeit ist es lediglich ein Erlösungsmythos verlorener Männerseelen, die von der staatlichen Verwaltung im Stich gelassen wurden. Rechte Gedanken bestehen aus Vorstellungen, die diesen jungen weissen Männerseelen das Heilige Deutsche Reich versprechen, in dem Frauen am Herd stehen und gefälligst tun, was ihr strammer Mann ihnen sagt. Eine große Vorstellung, zumal in der jetzigen Gesellschaft die Unmöglichkeit einer Beziehung zu Frauen besteht, wenn diese wütenden Ausländerhasser nicht von ihrem Rassismus und ihrer politischen Gesinnung Distanz aufnehmen. Einpaar Sprüche sind mittlerweile auch nicht mehr angebracht, weil auch weisse Frauen sich über emanzipierte Zeiten freuen wollen und mit althergebrachten Hitlermädchen-Verhaltensmustern nichts zu tun haben können. Karriere und Nazi-Frau sein passen nicht zusammen, weil sie nicht zu Gehorsam gegenüber dem Ehemann erzogen wurden. Ein Glück für uns alle! Ich möchte mir nicht ausmalen, wenn Karrieristinnen ihren Rassismus ständig zeigen würden. Rassistische Beiträge wären noch schlimmer als sie schon sind, weil eben auch sehr viele biodeutsche Damen in den Medien arbeiten. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn diese Medienmacherinnen schaffen es nicht ohne Grund genau diejenigen aufzuregen, mit denen sie nicht mehr ausgehen wollen. Aber zurück zu den rechten Vorstellungen: Blut, Boden, Ehre, Vaterland, Rasse, Rasse, Rasse. Was ist das? Altes Zeug, das beeindruckender klingt als es in Wahrheit ist. Mit Blut meint man blaues Blut, mit Boden deutschen Boden, mit Ehre die Ehre „Deutscher zu sein“, eben die Weissesten aller Weissen (!) im Vaterland, mit dem man nicht nur eine begrenzte Region meint, sondern auch die Straßenbilder. Und damit wären wir beim eigentlichen Problem: Rasse. Es gibt keine Rassen, aber die Rechten wollen trotzdem eine eigene Rasse sein. Dürfen Sie, aber dieser Planet gehört Ihnen nicht und Deutschland auch nicht. Und hey, keine Sorge, mir auch nicht, aber wir leben hier ein Weilchen zusammen. Ohne Blutvergießen wäre mir lieber. Sie merken, die Rechte Gedankenwelt ist praktisch tot und sie stirbt auch in anderen Ländern, bevor sie ein Hoch erreicht wie derzeit in europäischen Staaten und den USA. Der Nationalismus im Allgemeinen ist mehr als fragwürdig geworden. Er zerbröselt in den Köpfen vieler Nationalisten und sie müssen diese Dekonstruktion alleine durchleben. Nicht ganz einfach und reibungslos, wenn sie im Phantasialand von Blut & Ehre aufwachsen.

Unter den verlorenen Männerseelen gibt es auch die linken Jungs, die Wilden, die getarnten Trüppchen vom Dienst, die zwar Nazis hassen, aber grundsätzlich etwas gegen die Gesellschaft und jedes Mitglied haben. Sie sind gewalttätig, aber besser organisiert, weil sie auch eher vom Staat beobachtet und infiltriert werden. Das haben sie mit den rechten Jungs gemeinsam. Die Linke Gedankenwelt befasst heutzutage überwiegend mit dem vehementen „Kampf dem Kapitalismus“, der sich ja selbst zerstört wie wir sehen können. Ergo, ist es ein sinnloser Kampf, aber egal. Sozialismus, Linke Politik, Sozialbau, blabla, die gesamten Mütterchen-Programme für die armen Menschlein. „Soziale Gerechtigkeit für alle“, aber darunter stellen wir uns nicht das Gleiche vor. Und „Enteignet die Reichen!“ ist auch nicht so schlau, weil niemand will, dass jemand anderer enteignet wird. Er hat ja auch gar nichts davon. Der Staat solle es verstaatlichen. Meine Güte! Was für eine Vision! Staaten sind so vertrauenswürdig… Natürlich sind sie es nicht und sie werden es auch nicht mehr sein. Zumindest nicht die jetzigen Staatskonstrukte und Regierungsmodelle. Die Demokratie ist tot. Die Linken aber wünschen sich seit eh und je, dass sie es auch genügend lange in der Regierung schaffen, bis sich die Macht umkehrt, damit sie das Ruder übernähmen können. Dann folgen 1000 Gesetze, „Reformen“, Bevormundungen, weitere Entrechtungen, weil es ja um das Gemeinwohl geht und zack, wird aus Antifa wieder eine Farce und ein Fa. Das „Fa“ verliert sein „Anti“ und wir haben ausgeschrieben: Faschismus. So wie jetzt eben, ein Finanzfaschismus um sich schlägt, aber keine Sorge, er prügelt sich auch selbst ins Gesicht. Mit Links & Rechts hat das aber nichts zu tun, denn beide, Linke und Rechte, sind Finanzfaschisten. Sie wollen Finanzen, um Fiskalpolitik zu machen, die sie dann allen Bürgern aufzwingen. Menschen wollen aber nicht alle gleich leben, nicht die gleichen Bedingungen leben oder die gleichen Innenstädte, den gleichen Wohnungsbau oder gar die gleichen Lebenswelten angleichen. Menschen wollen ihre Existenzen ausleben dürfen, wie auch immer diese Existenzen aussehen.

Das verstehen weder Linke, noch Rechte, und sie werden es niemals verstehen, weil sie Ideologen sind. Außerdem lieben sie den Finanzfaschismus und interpretieren ihn nur ganz leicht anders. Sie wollen ihn nicht loswerden, sondern anders umfunktionieren. Staaten wollen sich selbst erhalten. Die Konzerne wollen Geld machen. Die Medienkonglomerate wollen die Kartenhände so belassen, wie sie sind, im besten Falle noch ein bisschen Action & Gewalt auf den Straßen, damit die Kasse klingelt. Alle drei Entitäten werden zerfetzt werden, wenn es keine transformativen Momente gibt. Deshalb werden Debatten auch vereinnahmt und öffentliche Keile eingeschlagen, so dass es überhaupt unmöglich wird, dass Argumente wandern. Die Finanzfaschisten lieben das, denn dadurch bleiben „Links“ & „Rechts“ scheinrelevante Elemente der Macht, aber sie sind beide nur politische Lager, was im Finanzfaschismus bedeutet, dass es „Jobs mit Mode-Accessoires“ sind, die keinerlei Transformationen herbeibringen werden. Die Hufeisentheorie ist schon längst widerlegt und gestorben. Das Hufeisen ist weiss, und die finanzfaschistischen Wortführer, egal ob links oder rechts, wollen demokratisch regieren, aber das Regieren an sich als Element der Gesellschaft steht in Frage, nicht wie, sondern ob es noch möglich sein wird zu regieren; diese Frage sollten Sie sich stellen. Nötig ist das Regieren schon lange nicht mehr und auf lange Sicht hin, wird es eine deutliche Verschlankung von Staaten geben, weniger Bürokratie und Verwaltung. Finanzfaschisten sind so blind, dass sie von einer Weltregierung schwadronieren und träumen, aber bevor die entsteht, geht die Sonne nicht mehr vom Osten, sondern vom Westen auf.