Diskretion als Prinzip

Für Menschen sind Diskretion und Privatsphäre existenziell. Sie bestimmen sein persönliches Leben, und dadurch seine charakterliche Festigkeit und seinen Ruf. Jegliche Kommunikation sollte diese beiden Kriterien als Ansprüche berücksichtigen. Erachten Sie nicht ausschließlich Geheimnisse als diskretionsbedürftig. Es geht bei diesem Anspruch um eine immanente Qualität der Kommunikation. Zudem erhebt sich dadurch die Vertrautheit im Gespräch und man lernt, es zu schätzen. Professionalität ohne einen hohen Grad an Diskretion gibt es nicht.

Betrachten Sie auch eine Begegnung im Privaten als Diskretion. Eine geschäftliche Beziehung entsteht genauso auf Basis dieser Kriterien. Die Geheimhaltung basiert auf geschäftliche Gewährleistung von Sicherheiten, gänzlich ohne Vertrag. Einerseits findet dies zwar in einem ergiebigen Vertrag seinen Platz, andererseits in der geschäftlich-persönlichen Diskretion professioneller Einvernehmlichkeit. Niemand muss wissen, mit welcher Absicht Sie sich vernetzen. Dies bleibt ein Sicherheitsfaktor, der Sie vor Ihrer Konkurrenz, der Öffentlichkeit und den unbeständigen Rivalen schützt. Das Netzwerken im Sinne wirtschaftlicher Interessen mischt sich gerne mit freizeitlichen Aktivitäten, weshalb der Grundsatz der Diskretion wichtiger wird. Dies ergäbe eine Bereicherung des persönlichen Lebens wie auch des Geschäftslebens, was nicht zu verurteilen ist.

Sicherheit für den Menschen in Zeiten kritischer Momente wird unterschätzt. Mobilität bezeichnet die Fähigkeit sich von A nach B zu bewegen. Sicherheit bietet sich nicht nur in Form von Begleitung an, sondern auch in Form von Absprache. Eine gemeldete Begegnung kann nach ihrem Resultat geprüft werden und die Sicherheit wird zunehmend wichtiger, auch wegen der Fragen zur Cyberkriminalität, Spionage und Verfolgung, die allesamt illegal sind, ungeachtet dessen, wer sie ausübt.

Das Thema Sicherheit, Absicherung und Versicherung der eigenen Unversehrtheit ist unentbehrlich. Dabei unterscheide ich die körperlichen, die geistigen und die spirituellen Sicherheitssphären. Für die körperliche Unversehrtheit genügt ein sichtbarer Begleiter, der im Zweifelfall als Zeuge dient. Die körperliche Sicherheitssphäre impliziert nicht nur den Schutz vor Körperverletzungen, sondern auch den Schutz vor Gefahren der Umgebung. Die geistige Sicherheitssphäre schützt Sie vor juristischen Grauzonen hochkommunikativer Verhandlungsgespräche. Sie impliziert die Fehlerhaftigkeit Ihrer intellektuellen Schritte. Niemand ist davor gefeit. In diesem Zusammenhang verwebt sich die spirituelle Sicherheitssphäre damit. Spirituelle Sicherheit ist gegeben, wenn Sie einen Ansprechpartner haben, der Ihnen zuhört und Sie auf sämtlichen Ebenen versteht. Manche Geschäftsleute machen erhebliche Sinnkrisen durch, die sie auf Reisen loszuwerden versuchen. Man mag sie abwinken, aber für Geschäftsleute haben Sinnkrisen Auswirkungen auf den Betrieb, die Angestellten, die Kunden und die gesamte Gesellschaft. Sie ist nicht mit der Sinnkrise eines Eisverkäufers zu vergleichen, wenn es um soziale Wirksamkeit geht. Man ist ein Stück weit verantwortlicher, sich helfen zu lassen. Ihre Privatsphäre ist bei einer solchen Hilfe vom deutschen Recht ebenso geschützt. In jedem Falle sollte es sich dabei um eine professionelle Hilfe handeln, die besonders den Aspekt der Diskretion achtet.