Coronakrise finanziell überstehen

Anlässlich der Coronakrise, die sich seit Ende Februar verstärkt auch in Europa bemerkbar machte, wird es immer wichtiger, zahlreiche Dinge zu hinterfragen. Neben den System-Fragen, die sich stellen, gibt es persönliche Fragen, die den Lebensunterhalt, das Eigentum, das Vermögen und die Berufstätigkeit betreffen.

Was ist die Coronakrise?

Die Coronakrise entstand im Zuge der massenmedialen Berichterstattung über die Ausbreitung des Virus mit den Namen „Covid-19“, „SARS-CoV-2“ oder besser bekannt als das „Coronavirus“, welches so gut wie alle Nationalstaaten befallen hat. Dabei ist das Virus selbst wesentlich harmloser als die Eruptionen, die es durch die massenmediale Berichterstattung erzeugt. Es sterben sehr viele Menschen am Coronavirus – laut einigen Wissenschaftlern mehr als bei einer gewöhnlichen Grippe – und es gibt starke Vermutungen, dass man es unterschätzt hat. Die Coronakrise betrifft aber nicht das Coronavirus selbst, sondern alles drum herum. Das Coronavirus war nur der Anlass für eine antizipierte Krise. Wir haben einen gesellschaftlichen Stillstand weltweit erzwungen. Damit haben wir die Weltwirtschaft teilweise angehalten. Die Kultur fährt sehr harte Verluste ein. Die Politik steht repressiv da, wobei sie bei uns in Deutschland mit einem bisherigen Kontaktverbot noch sehr milde ausfiel.

Die System-Frage

Es stellen sich mehrere System-Fragen, aber eine davon muss sich gegen unsere gegenwärtigste aller Ideologien stellen; dem Neoliberalismus. Wie zeitgemäß ist es, eine Gesellschaft so aufzubauen, das wirklich alles zu einem Markt wird, der sich anschließend selbst regelt? Wir sehen in Sachen „freier Markt der Medien“, das sich dieser Liberalismus als äußerst gefährlich und destruktiv erweist. Auch hat sich innerhalb unserer Gesellschaften eine Krankheit entfaltet, die ich als Thanatoxie bezeichne. Es geht um einen persönlichkeitsimmanenten Bedarf an Selbst- und Fremdvernichtung, die sich zwar noch im Konsum ermöglicht, aber auch darüber hinaus das Zusammenleben und Existenzen zerstört. Es gibt staatliche Vorgaben in dieser Zeit, die das Leben regulieren sollen. Nichtsdestotrotz sollten wir auch als Gesellschaft unsere eigenen Vorstellungen auf den Tisch legen. Es wird Zeit, dass wir unsere Visionen mitteilen, die uns ein besseres Leben als bisher aufzeigen.

Coronakrise im Einzelleben

Wie die Gesellschaft mit dem Coronavirus umgehen solle, was die Staaten tun, die Politiker und Würdenträger, die Fonds und Kreditgeber, die Banken, usw., das ist klar und lesbar in den vielen Pressemitteilungen dieser Tage. Allerdings ist es nicht klar, was der einzelne Mensch tun soll. Die Kredite werden nicht an einzelne Menschen vergeben. Und Kredite sind keine Hilfen, schon gar nicht, wenn sie verzinst sind. Auch sind die meisten Finanzspritzen nicht für die mittleren und kleineren Unternehmen, sondern eher für die Konzerne gedacht, die – aufgrund ihrer Größen – als systemrelevant bezeichnet werden. Diese Größe ist aber nur finanziell berechnet, nicht menschlich. Es macht einen Unterschied, ob 150.000 Menschen pleite sind oder 15.000.000 Menschen. Die Börsen weltweit spielen verrückt, weil die Unsicherheit, die es zuvor bereits gab, immer stärker wird. Man weiß nicht, damit umzugehen, zumal die Angst vor dem Coronavirus wie eine Wucht auf die „Märkte“ einschlug. Diese Börsenschläge gibt es nun regelmäßig, da das Ende der Coronakrise nicht absehbar ist. Je länger sie anhält, umso instabiler werden Regierungen und Wirtschaftsnationen. Diese Instabilität betrifft die Kontrolle über Liquiditäten und Finanztransaktionen. Kryptowährungen gewinnen vermehrt an Vertrauen. Zu fragen, woran das liegt, ist absolut zweitrangig, denn nicht die Kryptowährungen zeigen die Paradigmenwechsel an, sondern das erlebte Misstrauen in die bisherigen Systeme unserer Gesellschaften. In diesem Zuge bewegen sich auch immer mehr Menschen in digitalen Börsen, wie bspw. auf eToro. Hier kann jeder Mensch Börsenhandel ausprobieren, deckeln und sich darin entfalten. Für manche mag dies als Trend erscheinen, aber es ist offenkundig ein gewaltiges Muss. Man bedenke, dass 95% allen Geldes auf diesem Planeten in den Börsen fließt. Nur 5% ist in Form von Bargeld im Umlauf. Das ist ein systemrelevantes Problem, dass langfristig dadurch behoben wird, dass der Börsenhandel für alle Menschen zugänglicher wird. Man wird die Börsenmärkte nicht einfach abschalten, zumal auch Staaten dort mit ihrem hart eingezogenem Steuergeld spielen. Außerdem ist das Smartphone allgegenwärtig, und als kleine Bank dient es ideal, sofern man die richtigen Applications nutzt. Paypal ist ziemlich bekannt und nützlich. Es ist möglich, so ziemlich alle Online-Bezahlungen vermögensverwaltender Relevanz mit Paypal zu bezahlen. Mit einem digitalen Girokonto sollte man auch bedient sein, sofern man selbstständig oder freiberuflich tätig ist. Hierzu empfehle ich Kontist. Man kann damit sogar Steuererklärungen vorbereiten, Rechnungen schreiben und über TANs Überweisungen auf die Schnelle tätigen. Eine Alternative ist die innovative N26-App. Es handelt sich auch hierbei um eine Application, mit der man seine Finanzen regeln kann. Bisher gibt es leider noch kein digitales Girokonto, das Kryptowährungen integriert und impliziert. Das wäre eine Zäsur im Bankenwesen, denn Kryptowährungen machen aufgrund der Blockchain-Technologie Zentralismen unmöglich. Die wohl wichtigste Application zur Überwältigung der Coronakrise ist in meinen Augen Coinbase. Es ist eine Krypto-Börse mit integrierten Wallets, mit dessen Hilfe man Krypto-Währungen kaufen und verkaufen kann. Dadurch wird man zu einem effizienten Investor. Die Landeswährungen, die wir zur Zeit haben, verlieren angesichts der wirtschaftlichen Umstände immer mehr an Vertrauen, ergo an Wert. Folglich wird es wichtiger für uns alle, alternative Währungen zu sammeln und darin zu investieren. Besonders in Europa befinden wir uns in einer gefährlichen Situation. Wir rutschen zunehmend in eine Wirtschaftskrise hinein, wobei wir lediglich auf unsere Währung vertrauen. Der €uro ist eine starke Währung, aber nur im Sinne der bisherigen Wirtschaftszyklen. Es wäre besser, wenn immer mehr Bitcoins, Ethers, LTCs, etc. durch €uros gekauft werden, denn das erzeugt langfristig einen Hebeleffekt, was die Währungspolitik anbelangt. Große Eruptionen an der Börse werden sowieso einen „Run“ auf Kryptowährungen auslösen, aber bis dahin ist noch etwas Zeit. Das hieße bei der Kryptowährung Bitcoin, dass sie Ende August 2020 bei 6 Mio. € pro BTC stehen könnte. In jedem Falle gäbe es eine große Erleichterung bei vielen Menschen, wenn die Liquiditäten nicht gänzlich ins Ausland verschwinden. Geld kann man nicht essen, das ist wohl wahr, aber in unserem Wirtschaftssystem gibt es Geld nicht zum Essen, sondern Einkaufen. Bei einem anderen Wirtschaftssystem – dem klassischen Tauschhandel – ist ein friedliches Zusammenleben ohne Kriminalität undenkbar. Es gilt daher, zukunftsorientiert zu denken und zu investieren. Kryptowährungen sind deshalb nicht nur vielversprechend. Sie sind eine zeitgenössische Notwendigkeit geworden, die die System-Fragen implizieren, denen sich immer mehr Menschen stellen müssen. Es ist kein Problem, dass jemand reicher als der andere ist. Es ist aber sehr wohl ein Problem, dass immer mehr Menschen NICHTS haben. Kryptowährungen sind diesbezüglich sehr zuverlässig, denn es handelt sich um Währungen, die man nicht beschlagnahmen kann. Man kann nicht mal einen mBTC konfiszieren oder gar überprüfen, was damit gekauft wurde. Das ist ein Grundrecht. Das ist die Zukunft. In Form von Technologie. Und sie ist unaufhaltsam, wie die Millionen Menschen, die hinter den Kryptowährungen stehen.

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