Spiritualität & das Gespött der weißen Kittel

Spiritualität wird belächelt. Auch spirituelle Menschen werden noch nicht ernst genommen in unseren Gesellschaften. Uns gegenüber stehen die so genannten Hardcore-Wissenschaftler, die „Ingenieure“, Physiker und Mathematiker. Noch heute glauben Wissenschaftler, sie würden die Welt erklären können. Tatsächlich aber haben diese Berufstypen, die keine Wissenschaftler, sondern Empiristen sind, etwas missverstanden. Das Einzige, was sie tun, ist die Welt zu beschreiben. Es gibt in der Natur keine Kalender, Uhrzeiten oder Hochkant-Präzisionsformeln. Tatsächlich wird mir auch kein Wissenschaftler zeigen können, wo die natürlich empirische Entsprechung der 1 in der Welt ist. Das Atom besteht aus mehreren Teilen. Jene Teile wiederum aus mehreren Teilen. Und irgendwann innerhalb der kleinsten Teile, aus dem das Universum und wir selbst bestehen, lässt sich feststellen, dass Ursache und Wirkung überhaupt keine Relevanz mehr haben. Das hätte zu einem großen Umdenken führen müssen (Quantenmechanik), aber irgendwie hat man sich da einen heimlichen QuantenÜBERsprung erlaubt. Fakt ist nämlich, dass über 99% unserer Existenz aus einem riesigen leeren Raum besteht. Das hieße, dass unser Leben fast so vom Winde verweht ist wie ein Träumchen, das wir nachts hatten. Diese Erkenntnis wird noch einschlagen wie ein Hammer. Es ist nur eine Frage der Zeit. Ich denke, dass wird spätestens dann passieren, wenn immer mehr Wissenschaftler durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden, denn sie rechnen ja nur aus (das können Maschinen natürlich besser, schneller und präziser). Spirituelle Menschen beschäftigen sich mit Bedeutungen. Das können Maschinen nicht. Es wird daher eine Zeit kommen, in der spirituelle Berufstypen, die Kaste der gut finanzierten Priester in weissen Kitteln überholen wird. Dann wird so einiges anders laufen. Vor allem wird dann nicht mehr alles nur ausgerechnet. Es muss zu aller Anfang erst eine Bedeutung haben. Und welche Bedeutung haben eigentlich Empiristen für uns? Dürfen wir nicht selber die Welt anschauen? Nein, denn mit ihren Studien erhalten sie die populären Hoheiten der Industrien. So auch mit ihren Einforderungen und Pressemitteilungen. Es ist doch nicht auszublenden, dass wissenschaftliche Studien immer der Privatwirtschaft nützen. Das ist kein Zufall. Wie gesagt, sind wir glücklicherweise diese vermeintlich Heilige Kaste los, wie auch das allseits beliebte Herrschaftsinstrument namens Statistik.