Die paradigmatische Hoheit

Youssef Zemhoute die paradigmatische Hoheit

Die paradigmatische Hoheit entsteht in der Öffentlichkeit durch massenmediale Berichterstattung. Sie kennzeichnet sich dadurch aus, dass sie ständig die gleichen Paradigmen unverändert und/oder kommentierend vermittelt. Die dadurch erzeugte Macht über Weltanschauungen und ideologische Grabenkämpfe, sorgt für eine starke Feindseligkeit, Uneinigkeit und Thanatoxie, die zur Vernichtung vieler sozialer Elemente führt. Nun ist die paradigmatische Hoheit zwar nicht so greifbar wie eine Militärdiktatur, doch ist sie gerade deshalb gefährlich, weil sie einen geistigen Angriff darstellt, der Tag für Tag, Stunde um Stunde durchgeführt wird. Die Akteure hinter dieser paradigmatischen Hoheit sind nur noch dem Anschein nach unsichtbar in Zeiten der Digitalisierung. Die Paradigmen, die sie seit Jahrzehnten befördern, sind immer gleich. Sie werden immer verbreitet. Und sie ändern sich nie, insbesondere in politischen Fragen. Entsprechend toxisch sind auch die erzeugten Feindbilder, die eine soziale Debatte zum Gemeinwohl unmöglich machen.