Ach, diese Religionen!

muslims

Große Fragen des Lebens. Für viele bleiben sie unbeantwortet. Spiritualität ist eine schwierige Angelegenheit, vor allem in einer Zeit, in der die Welt so greifbar wie nie zuvor zu sein scheint. Über den Islam wird vieles gesagt. Meistens auch, dass es den Islam gibt. Und andere sagen, dass es ihn nicht gäbe, dass es mehrere Ausformungen gäbe. Im Prinzip aber haben beide Parteien recht. Im Folgenden möchte ich einige Gruppen unter Muslimen bzw. im Islam klassifizieren, was jedoch viel mehr eine Skizze wird. Ausführlichkeit erachte ich nicht als wichtig in diesem Kontext, weil jedem klar sein wird, was und vor allem wen ich meine.

Gruppe 1 – „Der 08/15-Islam“:
Dieser Islam ist eine Klassifikation der meisten Muslime, die lediglich ein Wonnegefühl im Zusammenhang mit dem Islam verbinden. Sie sind völlig unpolitisch, beschäftigen sich mehr mit der Welt und mehr mit sich selbst und ihren Nächsten.

Gruppe 2 – „Der Zuhälter-Islam“:
Das ist der Islam der Muslime, die spirituelle Ansprüche hegen, obwohl sie keinerlei Relevanz in ihrem eigenen persönlichen Leben haben. Sie nutzen ihren Islam, um ihr Verhalten in jeder Hinsicht zu rechtfertigen. Meistens sind sie kriminell und sehen im Islam einen Ausstieg aus ihrer Kriminalität.

Gruppe 3 – „Der Haram-Islam“:
Vermutlich die unbeliebteste Menschengruppe auf der Welt. Es handelt sich um Moralisten, die anderen Menschen vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben. Ihr Islam kommt ihnen dabei zu Hilfe, weil die Wortgewalt einzelner Termini bei vielen Muslimen großen Respekt genießt. Wegen dieser Gruppe verlieren diese Begriffe alle an diesem Prestige.

Gruppe 4 – „Der Senf-Islam“:
Es handelt sich oft um pseudo-intellektuelle Muslime (viele Akademiker), die der Meinung sind, dass der Islam einer Aufklärung bedürfe. Meistens befolgen große Sekten wie die Gülencis oder z. B. die Oxford-Muslime diesen Islam. Sie haben überhaupt keine Verbindung zu ihren Glaubensgeschwistern und reden, um zu gefallen.

Gruppe 5 – „Der verschleierte Islam“:
Diesen Islam üben Muslime aus, die sich für andere Muslime schämen und sich ungern dazu äußern, weil sie nicht mit ihnen assoziiert werden möchten. Sie würden sich trotzdem niemals von dem Islam trennen.

Gruppe 6 – „Der Macho-Islam“:
Beliebt unter vielen jungen Leuten, weil er in gewisser Weise eine Art Ersatz-Rap-Kult geworden ist. Es handelt sich aber leider nur um einen Kult rund um einzelne Prediger, die die Welt und andere Menschen verfluchen ohne auch nur das kleinste zu verändern. Sie spielen mit den Gefühlen ihrer Zuhörer.

Gruppe 7 – „Der Sand-Islam“:
Eine Art Islam für Araber zurechtgestutzt. Nicht mal in der Wüste zu gebrauchen.

Gruppe 8 – „Der Rebellen-Islam“:
Das ist der Islam der Muslime, die alle anderen Muslime bekämpfen, die den Islam in den Dreck ziehen. Leider sind diese Muslime aufgrund ihrer Wortwahl sehr unbeliebt, was sie jedoch nicht zu Lügnern macht.

Gruppe 9 – „Der Geschwister-Islam“:
Eine Art Geschwistereikult mit Hang zur intensiven und zerstörerischen Lästerei. Ehen, Beziehungen, Familien und Menschen hat diese Sorte erfolgreich um die Ecke gebracht.

Gruppe 10 – „Der Sahaba-Islam“:
Muslime, die sich mit den Altvorderen vergleichen, obwohl sie sich dazu die Zungen abschneiden müssten. Meistens sind sie gegen alle anderen Menschen, haben eine starke Abneigung gegen kulturelle & gesellschaftliche Vermischungen, kennen aber die Namen ihrer eigenen Nachbarn nicht.

Gruppe 11 – „Der Kuchen-Islam“:
Eine Sorte von Glauben, die sich mehr mit der Esskultur und ihrer Vielfalt unter Muslimen beschäftigt als mit spirituellen Themen. Meistens sind es Muslime, die besonders im Ramadan zunehmen.

Gruppe 12 – „Der Highlight-Islam“:
Grundsätzlich hat das nächste Leben in diesem Islam nur bei Geburt, Verlobung, Heirat eine Bedeutung.

Gruppe 13 – „Der Nachrichten-Islam“:
Alles, was den Islam in den Schmutz zieht, wird von dieser Gruppe benutzt, um eine vermeintliche Einheit zu suggerieren. Allerdings begeht man meistens den Fehler Nachrichten mit göttlicher Offenbarung gleichzusetzen.

Gruppe 14 – „Der Islam der Männer“:
Eine Horde von Akademikern, die glauben, dass sie entscheiden dürfen, was Islam sei, was nicht und wie toll sie selbst philosophieren können.

Gruppe 15 – „Der Sharab-Islam“:
Das ist die Gruppe, die ab und zu – manchmal einbisschen viel – trinkt, aber grundsätzlich nie etwas zum Islam sagt. Der Glaube ist da, aber auch große Schuldgefühle, weil sie sich selbst des Islam nicht würdig erachten.

Gruppe 16 – „Der rote Islam“:
Ähnlich wie im Rebellen-Islam ist diese Gruppe sehr unbeliebt, weil sie den Kommunismus/Sozialismus als sinnvoll erachtet. Meistens jedoch leben diese Menschen ein Leben lang im Spagat, weil sie sich nicht entscheiden können, ob sie an ein Leben nach den Tod glauben wollen oder nicht.

Gruppe 17 – „Der Style-Islam“:
Diese Gruppe hat eine Schwäche für Symbolik, Mysterien und für alte – somit versandete – Geschichte. Sie sehen sich selbst als Löwen, benutzen Halbmonde und Kalligraphien in exzessiver Manier, hantieren mit Begriffen wie mit Besteck, wollen aber eigentlich nur irgendwo dazu gehören und das andere Geschlecht beeindrucken.

Gruppe 18 – „Der Erdbeer-Islam“:
Meine Lieblingsgruppe, da es sich um Menschen handelt, die die Welt und das Leben lieben, aber leider zu naiv sind, so dass sie das nicht lange durchhalten. Ihr Fehler ist, dass sie von der Mitte zu sehr Richtung Barmherzigkeit gehen. Sie haben zu viel Herz, was eine Erdbeere symbolisiert.

Gruppe 19 – „Der Vampir-Islam“:
Tagsüber Gebet, nachts Disco. Ein Spagat, der viele dieser Gruppe unbeliebt macht, obwohl sie sehr gut damit zurechtkommen. Meistens werden diese Muslime am meisten verflucht, weil sie durch ihre Lebensart zeigen, dass es auf jeden Fall möglich ist.

Gruppe 20 – „Der Teppich-Islam“:
Eine esoterische Gruppe von Konvertiten, die einfach eine Schwäche für den Orient haben und sich erhoffen, durch die Annahme des Islam bei Muslimen gut anzukommen.

Gruppe 21 – „Der Gang-Islam“:
Diese Gruppe teilt alles in Kategorien. Menschen in Gruppen. Auch Muslime. Dieser Text kann dazu gezählt werden. Das sind Menschen, die sich gerne streiten, weil entweder gerade kein Fussball läuft, oder aber sie andere Menschen einfach nicht mögen.

Gruppe 22 – „Der Antidepressiva-Islam“:
Eine Gruppe von Muslimen, die nicht mit Depressionen umgehen können und die Antworten für all ihre Probleme im Islam zu finden glauben. Ihr größtes Problem ist, dass sie sich selbst etwas vormachen.

Gruppe 23 – „Der Bauern-Islam“:
Das ist eine Gruppe von Muslimen, die so wenig Wissen besitzen, dass es das Wenige, was wirklich vorhanden ist, ruiniert. Sie reden mehr als alle Gruppen zusammen über den Islam, ohne dass jemand einen Nutzen davon hat.

Gruppe 24 – „Der Hochzeitsislam“:
Diese Menschen vertrauen darauf, dass die Ehe all ihre Lebensqualitäten beendet. Meistens leben sie vorher alles aus, verhalten sich danach wie es überhaupt nicht zu ihnen passt. Sie zwingen sich trotzdem hindurch, wenn der Partner das auch mitmacht.

Gruppe 25 – „Der Islam-ohne-Islam“:
Diese Muslime sind am schwierigsten zu beurteilen. Oft sind es Ex-Muslime, die einfach die Präsenz des Islam nicht mögen. Sie wünschen sich, dass er nicht existiert, weil sie glauben, dass die Menschen sich nicht so verhalten würden, wie sie sich verhalten. Islam ist für sie die Quelle alles Bösen.

Gruppe 26 – „…“

Ich könnte noch lange so weitermachen. Womöglich käme ich weit über 70 Gruppen hinaus. Zum Schluss möchte ich noch die wichtigste Gruppe aber benennen. Sie geht unter den fehlerbehafteten Gruppen sehr oft unter. Ich möchte auch dazu sagen, dass Religionen selten das Problem sind, weil es sich i. d. R. um soziologische Probleme handelt, psychische und kollektive Kulturen, die nicht mehr wissen, wie man miteinander umgeht. An den vielen Gruppen merkt man auch, dass die jeweiligen Fehler sich aus dem Umgang mit dem Leben ergeben, nicht aus dem Glauben.

Gruppe X – „Der Islam“:
Menschen, die sich zum Islam bekennen, weil er bessere Menschen aus ihnen macht. In den Angelegenheiten anderer Menschen mischen sie sich nicht ein, weil sie mit sich und ihren Nächsten beschäftigt genug sind. Sie befolgen stets den Weg der Mitte, in allen Dingen & Lebenslagen. 

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